Gesundheitsmonitoring Schwein Baden-Württemberg


Ziel des Projektes Gesundheitsmonitoring Schwein Baden-Württemberg (GMON) ist der Aufbau eines webbasierten Datenbank- und Datenerfassungssystems.Es handelt sich hierbei um eine Online-Datenbank, die von jedem Rechner mit Internetanschluss aus bedient werden kann. Es sind keine zusätzlichen Softwareinstallationen notwendig.

Das System dient als Grundlage dafür, dass Tierhalter, Tierärzte und Produktionsberater jederzeit auf die in der Produktionskette für sie relevanten Daten zurückgreifen können. Neben den Produktionsdaten des Betriebes sollen Schlachtdaten (Klassifizierungsergebnisse und Schlachtbefunde) sowie von Tierärzten dokumentierte Diagnosedaten von Schweinen bereitgestellt und aufbereitet werden. Darüber hinaus soll das System in der Lage sein, die gesetzlichen Anforderungen an eine Dokumentation des Antibiotikaeinsatzes im Betrieb zu erfüllen. Damit soll es für Tierhalter, Tierärzte und Produktionsberater alle relevanten Daten rund um die Tierhaltung und Tiergesundheit in der Schweinefleischproduktion zur Verfügung stellen, die für die tierärztliche Bestandsbetreuung und das betriebliche Herdenmanagement genutzt werden können.


Das Projekt soll dazu beitragen:

  • Die Gesundheit der Einzeltiere und der Herde nachhaltig zu verbessern,
  • Den Medikamenteneinsatz durch Prophylaxe zu reduzieren,
  • Die Nahrungsmittelsicherheit für den Verbraucher zu gewähren,
  • Datenströme zusammenzuführen und Synergien zu nutzen,
  • Die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen zu verbessern.

Somit entsteht ein vielfältiger Nutzen für den Landwirt, der auf der Grundlage der Daten im Verbundsystem nicht nur sein betriebliches Management und somit seine betriebliche Leistung verbessern, sondern auch die Eigenkontrollen und die Meldepflicht für das neue Arzneimittelgesetz darüber abwickeln kann. Zudem nützt das Datenbanksystem den praktizierenden Tierärzten bzw. den Tierärzten des Schweinegesundheitsdienstes sowie den Beratern, denen eine breitere Datenbasis für die Beratung und Einschätzung des Betriebes zur Verfügung stehen. Auch dem sich in der Lebensmittelkette anschließenden Schlachthof mit der amtlichen Fleischbeschau können nach Freigabe durch den Landwirt relevante Informationen für die Risikobeurteilung der angelieferten Tiere zur Verfügung gestellt werden.

 

Letztlich soll das System zu gemeinsamen Betriebsbesuchen von Tierärzten und Beratern führen. Dabei werden die anhand der Datenbank erarbeiteten Einzellösungen von Tierärzten und Beratern zu einem gemeinsamen Beratungsziel zusammen geführt: Optimierung des Betriebes durch Minimierung von Erkrankungen und Verlusten im Bestand sowie damit einhergehend eine Minimierung des Arzneimitteleinsatzes.


Am Ende dient solch ein Datenbanksystem auch dem Verbraucher, da Lebensmittel vom Schwein in der Folge tiergerechter, sicherer und unter minimiertem Medikamenteneinsatz erzeugt werden können.