20.12.2018rss_feed

Neues zur Blauzunge - das MLR informiert

Nach Abstimmung von Bund und Ländern wurde zum Verbringen von empfänglichen Tieren aus dem BTV8-Sperrgebiet Folgendes vereinbart:

1) Nicht geimpfte Tiere (u.a. auch Kälber von nicht geimpften Müttern) können zunächst bis 28.02.2019 mit einer negativen PCR-Untersuchung innerhalb von 7 Tagen vor der Verbringung und einer Repellentienbehandlung ab der PCR-Untersuchung in das freie Gebiet in anderen Bundesländern - nicht jedoch in andere Mittgliedsländer oder Drittstaaten - verbracht werden.

2) Für Rinder, die in diesem Jahr wegen der verzögerten Impfstoffbereitstellung nicht rechtzeitig nachgeimpft werden konnten, wird eine Fristüberschreitung bei der Impfung mit BTV-8 um 3 Monate akzeptiert.

3) Sammelstellen für Rinder in Baden-Württemberg können genutzt werden. Bei geimpften Tieren gilt der Impfeintrag in HIT, bei Kälbern die Tierhaltererklärung. Ansonsten müssen die Tiere wie im ersten Punkt untersucht und behandelt werden. Die Verbringung in andere Mitgliedsstaaten und bestimmte Drittstaaten ist derzeit nur mit wirksamem Impfschutz möglich.

4) Für Schlachttiertransporte außerhalb von Baden-Württemberg in einen Schlachthof im freien Gebiet (außerhalb der Sperrzone) in Deutschland, wird eine Tierhaltererklärung akzeptiert, die noch zur Verfügung gestellt wird. Sammeltransporte sind zulässig, eine Repellentienbehandlung ist bei Schlachttiertransporten nicht notwendig.

5) Die Tierhaltererklärung für Kälber, die Biestmilch von ihren geimpften Müttern (wirksamer Impfschutz gegen BTV-8) erhalten haben, ist für das Verbringen innerhalb Deutschlands zugelassen.

6) Das Bundesministerium strebt bilaterale Verträge mit Italien, Spanien und Holland für Kälber mit Tierhaltererklärungen an.