AG Schweinehaltung


Dietmar Scheurer, Dr. Michael Buchholz (Leitung), Dr. Fritz Gollé-Leidreiter

Dietmar Scheurer, Dr. Michael Buchholz (Leitung), Dr. Fritz Gollé-Leidreiter




Schlachtkörperschau im Elsass

Vorstellung des Schlachthofes
 - v.l. K-H. Geißler, Jean Kaufmann, J.-F. Hein

Nachdem die Vertreter der Erzeugerringe mit ihren Beratern im Juni im Elsass einen Mastbetrieb mit eigener Vermarktung besichtigt hatten, ergab sich die Frage, wie sich die Schlachtkörperqualität der im Elsass gemästeten Schweine am Schlachthaken darstellt. Um dieser Frage nachzugehen, fuhr eine kleine Gruppe im Rahmen des Interreg Oberrhein-Projektes ELENA Ende Juli nach Sarrebourg im Elsass. Jean Kaufmann, einer der Sprecher der elsässischen Schweinehalter, hatte dort gemeinsam mit Alain Burg von der Erzeugergemeinschaft Comptoir Agricole aus Brumath eine kleine Schlachtkörperbesichtigung organisiert. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Schlachthofs, Jean-Franzois Hein, konnten 80 geschlachtete Schweine zweier verschiedener Herkünfte und Genetiken beurteilt werden.


Besprechung der Schlachtprotokolle - v.l. Hj. Körkel, J. Kaufmann, D. Scheurer, A. Burg, J-F. Hein, K-H. Geißler

Die Klassifizierung bzw. die Berechnung des Muskelfleischanteils der Schlachtkörper in Frankreich basiert auf einer anderen Formel als in Deutschland. Deswegen wurden stichprobenartig bei einzelnen Schlachtkörpern das Fleisch- und Speckmaß ermittelt, um nach der dt. Methode die MFA-Prozente zu berechnen. Im Anschluss daran wurde auf der Grundlage der frisch vorliegenden Schlachtprotokolle die Qualität der Schlachtkörper diskutiert. Darüber hinaus wurden die Schlacht- und Vermarktungskosten analysiert, die den elsässischen Landwirten nur zum Teil in Rechnung gestellt werden. Sobald alle Ergebnisse vorliegen und ausgewertet sind, wird man sich der Frage widmen, ob elsässische Ferkel für die Mast in Baden und die sich anschließende Vermarktung an Metzger eingesetzt werden könnten. Zudem könnte auch die Schlachtung und Vermarktung von elsässischen Mastschweinen ein Ziel sein, da die badischen Betriebe am Oberrhein den regionalen Bedarf alleine nicht mehr decken können. Ganz im Sinne des Europäischen Gedankens könnte es so unter Umständen gelingen, den landwirtschaftlichen Unternehmen neue Vermarktungs- und Absatzmöglichkeiten zu eröffnen.


Erste Besprechung im Kühlraum
D. Scheurer u. J. Kaufmann Dietmar Scheurer bei der Speck - und Fleischmaßmessung Schlachtkörper einer französischen Mutterlinie

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