Das Europäische Parlament hat die neuen Bestimmungen zur Futtermittelkennzeichnung in der vergangenen Woche gebilligt. Danach sind Futtermittelhersteller künftig im Einklang mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht mehr verpflichtet, Landwirten auf Anfrage die exakte Zusammensetzung ihrer Produkte mitzuteilen.
Die Milchanlieferungen an die deutschen Molkereien sind seit dem Monatswechsel wieder angestiegen. Nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) erhöhten sich die Liefermengen in der Woche zum 9. Dezember 2006 saisonal in Niedersachsen um 0,9 %, in Rheinland-Pfalz um 2,1 % und in Nordrhein-Westfalen um 2,4 %; aus Bayern lagen noch keine Angaben vor.
Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien steigt in der zweiten Dezemberhälfte saisonal bedingt an. Seit das Saisontief um die Monatswende November/Dezember durchschritten ist, wird auch die Vorjahresanlieferung übertroffen. In der 49. Woche erfassten die deutschen Molkereien 1,3 Prozent mehr Milch als in der Vorwoche. Im Vergleich zur Vorjahreswoche waren es 1,5 Prozent mehr. [ZMP...]
In Deutschland hat die Qualität der Maissilage in diesem Jahr erneut unter schwierigen Witterungsverhältnissen gelitten. Laut Deutschem Maiskomitee (DMK) fallen extreme regionale Qualitätsunterschiede in Abhängigkeit vom Standort und von den spezifischen Bedingungen vor Ort auf. Insbesondere der verfügbare durchwurzelungsfähige Bodenraum und ein möglicher Grundwasseranschluss für die Maiswurzeln hätten in diesem Jahr entscheidende Bedeutung erlangt.
Der Nitratausschuss der EU hat am 13. November 2006 dem Antrag Deutschlands zur Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung von der N-Obergrenze (230 kg N/ha anstatt 170 kg N/ha) für intensiv genutztes Grünland zugestimmt.
Die Weltmarktpreise für Milchpulver sind in der zweiten Novemberhaelfte 2006 noch einmal kraeftig gestiegen und haben, in US-Dollar ausgedrueckt, einen historischen Hoechststand erreicht. Nach Recherchen der ZMP bewegten sich die Preise fuer Vollmilchpulver zuletzt zwischen 2.700 und 3.000 Dollar je Tonne [Mehr ...]
Die wirtschaftseigene Grundfutterversorgung fällt diesen Winter zwar eher knapp aus, ist jedoch wohl nicht so eng bemessen wie man vor kurzem noch befürchtete. In vielen Gebieten hat sich im Herbst das Grünland so weit erholt, dass noch späte Schnitte eingebracht werden konnten. Die Ernte von Silomais wird bei unterschiedlichen Qualitäten knapp zehn Prozent unter der Menge des Vorjahres veranschlagt. [ZMP...]
Die Verknüpfung von Umweltstandards mit Zahlungen an die Landwirte treibt in der EU immer neue Blüten. Im Rahmen der Kontrollverordnung für den Europäischen Fonds zur ländlichen Entwicklung (ELER) beschlossen Kommission und EU-Mitgliedsstaaten jetzt im Ständigen Ausschuss für Agrarstruktur und Ländliche Entwicklung (STAR), dass Landwirten die Prämien für Agrarumweltprogramme gekürzt werden können, wenn sie gegen Verpflichtungen beispielsweise bei der Tierkennzeichnung verstoßen.
In Folge der zur Zeit herrschenden Dürre in Australien wird für die kommenden Monate mit deutlichen Rückgängen bei der Milcherzeugung gerechnet. [Mehr...]
Die seit Jahren wachsende deutsche Käseerzeugung findet bei den Verbrauchern hierzulande immer mehr Abnehmer: Bereits 2005 hat hiesiger Käse seinen Anteil an den Einkaufsmengen der Privathaushalte von 64,9 Prozent auf 65,3 Prozent gesteigert, und der Trend zum heimischen Erzeugnis hat sich auch 2006 fortgesetzt. Von den Käseeinkäufen der Verbraucher (ohne Außer-Haus-Verzehr) entfielen im dritten Quartal 2006 bereits 67 Prozent auf Käse aus Deutschland, der Marktanteil ausländischer Produkte verringerte sich entsprechend weiter, so die Daten der ZMP/CMA-Marktforschung auf Basis des Haushaltspanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg. (ZMP)