Schlachtpreise Juni

Die Erzeugerpreise für Jungbullen dürften in der vorletzten Juniwoche in den meisten Vermarktungsregionen zu Schwäche neigen. Ausschlaggebend dafür sind die derzeit ruhigen Rindfleischgeschäfte auf dem deutschen Markt. Für Schlachtschweine können sich die Preise behaupten.  (ZMP)

Der LKV Baden-Württemberg möchte alle seine Mitgliedsbetriebe und Kunden in diesen schweren Zeiten bei ihrem Bemühen um faire Milchpreise unterstützen. Im Monat Juni 2008 wird es keinen Einzug von Mitgliedsbeiträgen geben bzw. es werden keine Rechnungen verschickt. Alle Mitgliedsbeiträge werden bis einschließlich 30. Juni 2008 gestundet.

Die Milcherzeugerpreise in Deutschland sind im März 2008 weiter zurückgegangen. Nach Schätzung der ZMP dürften für Milch mit 3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß im Bundesdurchschnitt 35,9 Cent je Kilogramm gezahlt worden sein.
Damit ist der Auszahlungspreis auf Erzeugerstufe im Vergleich zum Februar um rund 1,4 Cent je Kilogramm gesunken. Er liegt aber noch um rund 32 Prozent oder 8,7 Cent je Kilogramm über dem Vorjahresniveau.

Die Preise drifteten weit auseinander. Während die bayerischen Molkereien die Auszahlungen vielfach unverändert ließen, lag das Mittel im Norden nur bei 28,8 Cent in Schleswig-Holstein und 32 Cent in Niedersachen. In Bayern dagegen ergab die Schätzung für März noch 39,3 Cent. Erzeugerpreise, die deutlich über dem bundesdeutschen Mittel liegen, konnten in Hessen, Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg, Sachsen, Rheinland- Pfalz/Saarland und Berlin/Brandenburg.

Der Absatz von abgepackter Butter verläuft Anfang Mai im normalen Rahmen. Die Spargelsaison dürfte den Absatz in den kommenden Wochen stimulieren.
Schlachtrinder
Bei der Vermarktung von Schlachtrindern sind in Deutschland derzeit nur geringe Preisbewegungen zu beobachten. Das Jungbullenangebot ist knapp ausreichend und trifft auf einen verhaltenen Bedarf der Schlachtunternehmen. Die Auszahlungspreise der Schlachtunternehmen entwickeln sich meist unverändert, zum Teil leicht schwächer.

Anders sieht die Situation im Handel mit Schlachtkühen aus. Das Angebot fällt nach wie vor klein aus und wird bevorzugt von den Schlachtunternehmen gekauft. Die Preise für Schlachtkühe tendieren daher sehr stabil oder können sich zum Teil nochmals leicht befestigen.

Schlachtschweine
Die Vermarktung von Schweinefleisch steht derzeit im Mittelpunkt. Schlachtschweine sind daher gesucht und lassen sich erneut zu festeren Preisen am Markt platzieren.
Bad Reichenhall, 5. Mai 2008 – Die deutschen Landeskontrollverbände und Milchprüfringe sowie die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung schließen sich zu dem Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. (DLQ) zusammen. Der neue Verband ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR).
Der DLQ dient insbesondere der Bearbeitung gemeinsamer Aufgaben und der Interessenvertretung auf dem Gebiet der Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierproduktion.
Der zum Vorsitzenden gewählte Anton Fortwengel, LKV Weser-Ems, betonte die Notwendigkeit, die Organisationen in Deutschland unter sich verändernden politischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen optimal aufzustellen und gemeinsam zu vertreten. Mit dem neuen Verband kann auf nationaler Ebene eine sichere und wirtschaftliche Leistungs- und Qualitätsprüfung besser koordiniert und dargestellt werden, deren Ergebnisse letztlich der gesamten Landwirtschaft und den Verbrauchern zu Gute kommen.
Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen, Bonn
Die Nachfrage nach abgepackter Butter ist normal. Die Preise blieben unverändert. Auch die Preise für Blockbutter sind meist stabil. Das Käseangebot ist weiter gut ausreichend. Die Nachfrage im Inland verläuft normal. Die Preise haben sich weiter abgeschwächt. Die Nachfrage nach Vollmilchpulver für den Export hat sich leicht belebt. Der Markt für Magermilchpulver hat sich stabilisiert. Die Preise für Futtermittelware haben sich weiter befestigt.
Für den Zugriff auf Betriebsdaten über das LKV-Portal RDV4M waren im April 2008 erstmals über 1000 MLP-Betriebe registriert, Tendenz weiter steigend.
Bei der 24. Milchbörse am 1. April 2008 ermittelte der Deutsche Bauernverband einen gewogenen Quotenpreis für Deutschland von 31 Cent/kg. Gegenüber dem letzten Handelstermin ist dieser um 4 Cent/kg gesunken. Für den Übertragungs-bereich West wurde ein Handelspreis von 32 Cent/kg errechnet. Auch dieser ist der niedrigste seit Börseneinführung. Im Vergleich zum Oktobertermin ist er um
5 Cent/kg gefallen. Der Handelspreis für den Übertragungsbereich Ost lag wie beim letzten Termin bei 25 Cent/kg.
Der saisonale Anstieg der Milchanlieferungen an die deutschen Molkereien ist Mitte März zum Stillstand gekommen. In der Osterwoche wurden 0,2 Prozent weniger Milch erfasst als in der Vorwoche, nachdem in der 11. Kalenderwoche die Anlieferungen sogar um 1,3 Prozent geringer gewesen waren als zum Monatsanfang. Der Abstand zum Vorjahr fiel mit einem Plus von zwei Prozent wieder deutlicher aus.
Seit Monatsbeginn ist zu erkennen, dass sich die Milchanlieferungen nicht mehr in dem Maße über der Vorjahreslinie bewegen wie noch im Januar und Februar. Wegen der wohl nicht mehr abwendbaren Überlieferung der Garantiemenge haben die Landwirte ihre Milchanlieferungen teils gebremst, vor allem im Norden. Dennoch rechnet die ZMP für das Milchwirtschaftsjahr 2007/08 mit einer deutlichen Überlieferung.