In Deutschland wurde Ende Mai die Anlieferungsspitze überschritten. In den ersten 5 Monaten lag die Anlieferung 2,5 % über Vorjahr. Durch das kühlere Wetter sinkt das Milchaufkommen nicht so stark wie im Vorjahr, auch in Frankreich wächst der Vorsprung zum Vorjahr wieder.
In den ersten 5 Monaten des Jahres konnten die 2010 schon hohen EU-Exporte bei MMP um 41 % gesteigert werden, bei Butter brachen die Ausfuhren im April/Mai dagegen um 40 % ein, auch der Käseexport stock seither. Die Quotenbörse am 1.7. brachte für die alten Bundesländer
einen mit 9 ct/kg (+1) leicht erhöhten Quotenpreis, bei einer geringen Angebotsmenge und einem deutlichen Nachfrageüberhang. Baden-Württemberg hat damit seit 2007 112.435 t Quote an Norddeutschland verloren, 5,4 % der 2007er-Milchanlieferung.
An die Erzeuger wurde in Deutschland im Mai bei 4,0 % Fett 34,6 ct/kg ausbezahlt (+5,3 ct/kg gg. Vj.). In Baden- Württemberg lag der Auszahlungspreis bei 35,2 ct/kg, im Juni wird ein vorläufiger Höhepunkt beim Erzeugerpreis von 35,5 ct/kg erwartet. Der deutsche Erzeugerpreis für Bio-Milch (bei 4,2 % Fett) konnte sich 2011 kontinuierlich bis auf 42,9 ct/kg im Juni entwickeln. Für den Herbst wird hier ein weiterer Anstieg erwartet. Der Kieler Rohstoffwert zeigte sich im Juni mit 35,8 ct/kg (4 %, ab Hof) gegenüber April und Mai wieder fester. In den Niederlanden haben sich die Spotmarkt-Preise auf einem Niveau von rund 36,0 ct/kg (bei 4,4 % Fett) stabilisiert , nachdem sie im April auf 31 ct/kg eingebrochen waren.
Bei Butter haben die Weltmarktpreise auf 5,3 $/kg angezogen. Durch die Währungsschwankungen und den starken Euros sind Exporte allerdings schwierig, zumal das Preisniveau auch in der EU relativ hoch ist. In Deutschland wurden Anfang Juli die Verbraucherpreise auf
1,15 €/250 g-Stück angehoben, trotzdem soll der Verbrauch über dem Vorjahr liegen, wenn auch derzeit saisonal- und ferienbedingt eingeschränkt. Die Großhandelspreise konnten sich auf 4,25 €/kg verbessern. Die Milchfettpreise werden durch eine gute Sahnenachfrage
gestützt.
Die Pulvermärkte tendieren bei ruhigem Geschäft etwas schwächer. Am Weltmarkt werden derzeit 3,57 $/kg erzielt , auch Neuseeland hat zuletzt niedriger notiert. Die Exportmöglichkeiten hängen stark am schwankenden Dollarkurs. Die deutschen Notierungen konnten sich zuletzt
bei 2,32 €/kg für Lebensmittel- und 2,12 €/kg für Futterware behaupten. Die Nachfrage bleibt abwartend und ferienbedingt ruhig, z.T. wird auf Interventionsware zurückgegriffen. Bei Käse läuft der Absatz derzeit bei anhaltend reger Nachfrage flott. Die Mengen fließen ferienbedingt stärker Richtung Südeuropa. Preislich mussten in den letzten Wochen Zugeständnisse von 10 - 15 ct/kg auf nunmehr 3,45 €/kg für Edamer und 3,48 €/kg für Gouda gemacht werden, wofür der währungsbedingt schlechtere Absatz nach Russland und günstigere Konkurrenzangebote aus anderen EU-Ländern verantwortlich zeichnen.
Quelle: LEL Schwäbisch Gmünd, 29.07.11









News...









