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Zu Besuch beim GMON-Betrieb Jürgen Stöckle (3. v.r.)

Zu Besuch beim GMON-Betrieb Jürgen Stöckle (3. v.r.)

Das vom LKV mit seinen Partnern initiierte und vom Land Baden-Württemberg geförderte Gesundheitsmonitoring Schwein setzt auf Vorsorge und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Landwirt, Berater und Tierarzt. Dadurch sollen weniger Tiere krank werden und der Antibiotikaeinsatz weiter zurückgehen.

 

Erfahren sie in dem Artikel aus dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt BWagrar 45/15 Neues zum aktuellen Stand des Gesundheitsmonitorings.  


 


Die Online-Herdenmanagementprogramme

Einwahlmenü

Ein Baustein für die Datenbank des Gesundheitsmonitorings Schwein bilden die biologischen Leistungskennzahlen der Mast und Ferkelerzeugung. Mit den jetzt vorhandenen Online-Herdenmanagementprogrammen ist die zentrale Sicherung der Daten möglich. Damit lässt sich jederzeit eine aktuelle Auswertung mit überbetrieblichem Vergleich erstellen.



 

 


Der Mastplaner

Mastplaner

Mit dem einfach aufgebauten Online-Mastplaner lassen sich, wie in anderen Programmen auch, die Einkaufs- und Verkaufspartien erfassen. In Verbindung mit den Ausgaben und dem Futtereinsatz werden biologische und ökonomische Auswertungen erstellt. Biologische Leistungen wie Tageszunahmen, Verluste und Mastdauer können schon erste Hinweise zum Gesundheitszustand der Herde liefern und sollten regelmäßig mit dem Berater und Tierarzt diskutiert werden. Über die Online-Programme können diese auch vom Tierarzt, nach Zustimmung des Landwirts, abgerufen werden.

Das Programm bietet außerdem die Möglichkeit Schlachtdaten einzulesen und auszuwerten. Dabei sind neben den Gewichten und Magerfleischanteilen besonders die Befunde der Schlachttier- und Fleischbeschau von Interesse. Auch diese können in Zukunft dem Hof- bzw. SGD-Tierarzt einfach zur Verfügung gestellt und in Verbindung mit den Leistungsdaten gemeinsam kritisch hinterfragt werden. Ein anonymisierter überbetrieblicher Vergleich mit den Kollegen hinsichtlich der Schlachtbefunde ist sicherlich aufschlussreich.

Des Weiteren können Stichtags- sowie Tierbewegungsmeldungen an die HIT- und TAM Datenbank aus dem Programm übermittelt werden. Auch das Führen des Bestandsregisters ist mit dem Online- Herdenmanagementprogramm möglich. Dafür müssen lediglich die Lieferanten und Abnehmer einmalig angelegt sowie die Einkaufs- und Verkaufspartien bzw. die Verluste realitätsgetreu erfasst werden.


Der Sauenplaner

Sauenplaner Arbeitspläne

Für die Ferkelerzeugung steht ebenfalls ein Online-Herdenmanagementprogramm zur Verfügung. Mit Hilfe des Sauenplaners lassen sich wie gewohnt sowohl Arbeitspläne als auch Auswertungen erstellen. Alles Rund um das Belegen, Abferkeln und Absetzen lässt sich mit dem Programm erfassen und verwalten.

Auch hier ist das Erstellen des Bestandsregisters aus dem Sauenplaner möglich. Geforderte Bestands- und Bewegungsmeldungen lassen sich einfach an HIT übermitteln. Durch das Online-Programm können ebenfalls wie in der Mast mit Zustimmung des Landwirtes die Auswertungen dem Hof- oder SGD- Tierarzt leicht zur Verfügung gestellt werden. Somit haben diese immer einen aktuellen Einblick z.B. in Abferkelzahlen, Saugferkelverluste, Umrauscherraten etc. und können gezielter beraten.

Geschlossene Betriebe oder feste Ferkelerzeuger-Mäster-Lieferbeziehungen können beide Programme nutzen, indem verkaufte Ferkelpartien vom Sauenplaner in den Mastplaner übernommen werden. Es können zudem Informationen mitgeliefert oder Schlachthofdaten zum Ferkelerzeuger rückübermittelt werden.


Medikamentenmodul

Sauenplaner Bestandsbuch

Sowohl für den Mast- als auch für den Sauenplaner gibt es ein Medikamentenmodul. Mit diesem Modul lassen sich Abgabebelege und Behandlungen erfassen. So können in Zukunft Nachbehandlungen, Wiederverschreibung, sogar Rückgabe von Restmengen sowie Meldungen an die TAM Datenbank nach den gesetzlichen Vorgaben abgewickelt werden. Damit soll für die Beteiligten eine Rechtssicherheit geschaffen und sie bei der Dokumentation unterstützt werden.




Schweinegesundheitsdienst erstellt einheitlichen Diagnoseschlüssel


Der vom Schweinegesundheitsdienst Baden- Württemberg erarbeitete Diagnoseschlüssel für die Erfassung der Diagnosedaten ist nun fertig. Somit ist eine erste Grundlage für die Erhebung der Gesundheitsdaten beim GMON Schwein geschaffen.




Projekt zur Tierschutzeigenkontrolle der HfWU Nürtingen-Geislingen


In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Herr Prof. Richter von der HfWU Nürtingen- Geislingen sollen auch die nach dem neuen Tierschutzgesetz erforderlichen betrieblichen Eigenkontrollen und die Erhebung und Bewertung von tierbezogenen Merkmalen in der Datenbank dokumentiert und ausgewertet  werden können. Die AG der Fachhochschule erarbeitet hierfür einen Werkzeugkasten mit dem der Landwirt dieser Aufgabe nachkommen kann.